Muse

News
01.09.2010
"The Resistance" weiter auf Erfolgskurs / Neue Single im November
Schwupps, ist ein Jahr vergangen - ein ganzes Jahr, seit Muse ihr fünftes Album "The Resistance" bei uns veröffentlichten - und das Erfolgsalbum hält sich immer noch souverän in ...
19.08.2010
Größter Gitarrist aller Zeiten?
Er hat es praktisch in seinen Genen: Bereits Matt Bellamys Vater war Gitarrist, und zwar in der 1960er UK-Pop-Gruppe The Tornados, die seinerzeit sogar den Rekord aufstellten, als ...
11.08.2010
Zwei Nominierungen bei den MTV Video Music Awards
Ihr aktuelles Album "The Resistance" katapultierte Muse endgültig in den Olymp der aktuell weltweit erfolgreichsten Bands, auch bei uns in Deutschland wurde das Werk mit dem ...
05.07.2010
Matt Bellamy datet Kate Hudson
Wie man von der Seite des Celebrity-Bloggers Perez Hilton erfahren kann, gibt es gute Nachrichten in Sachen "Schmetterlinge im Bauch" und Matt Bellamy. Der Muse-Frontmann hat ...
05.07.2010
Muse liefern Musik für Actionfilm mit Tom Cruise und Cameron Diaz
"Knight And Day", lautet der Titel einer actiongeladenen Komödie, die Tom Cruise und Cameron Diaz in den Hauptrollen featured und die bei uns am 22.07. in die Kinos kommt. Auf ...
All news
Muse - Newsletter abonnieren

Reviews

Origin of Symmetry

Schwer zu begreifen

Muse, Origin of Symmetry CoverGebt mir ein neues Paar Ohren!
Gebt mir ein neues Hirn!
Gebt mir eine neue Definition von Musik, damit ich dies hier wirklich begreife!


Leichtfüßige Dreiklangfolgen auf dem Klavier. Helle, glockenartige Tastenklänge haken sich unter, der Bass setzt fast kontrapunktisch ein - die Instrumente erzeugen schnelle, geradezu hektische Bewegung. Kontrastierend dazu der Gesang, der über allem fließend mal seufzend mal engelsgleich die aufwühlenden Wogen zu zähmen versucht.

Gleich zu Anfang bei "New Born" eine Stimmung wohliger Unheimlichkeit wie kurz vor einem sinnflutartigen Gewitter: Erregende Spannung kurz vor dem unvermeidlichen, sehnsüchtig erwarteten Knall. Und der Knall kommt. Im Grunde knallt es die ganze Zeit, vor allem im Kopf, wo sich die Synapsen beim Hören neu verbinden.

Muse sind zurück mit "Origin of Symmetry", dem zweiten Werk der (immer noch) blutjungen Engländer, den Helden des fermatierten Dominantseptakkords: unverkennbar Muse, aber virtuoser, leidenschaftlicher, schneller, härter, wahnwitziger und noch bezaubernder als zuvor.

Muse, Erik Weiss 2009PressefotosVirtuos, weil nicht nur die Piano-Intros mitunter die Atmosphäre eines Sinfonie-Orchester-Saals erzeugen, groß, bombastisch, aufbrausend und ehrwürdig. Aber von wegen Sinfonie-Orchester: Bass, Drums, Gitarre, Piano, Synthie und dieses theatralisch-leidenschaftlich seufzende Instument namens "Matts Stimme" harmonieren minutiös miteinander, wetteifern untereinander, vereinigen sich. Dieses Mit- und Gegeneinander bewirkt nicht zuletzt, dass in jedem der Stücke an allen Ecken erstaunliche Überraschungen warten: Klassische Gitarre meets Stimmverzerrer, Kuhglocke meets Snareguitar, Bass meets Fingerfertigkeits-Etüde.

Schneller, weil das Tempo dir den Atem raubt, und zwar nicht nur das metronomische Tempo, sondern auch die Harmonien, die in unerbittlicher Häufigkeit die Farbe wechseln, rotzende Gitarrenriffs, die abrupt träumerischen Melodien weichen und der Synthie, der so schnell wieder verschwunden ist, wie er kurz und frech irgendwo dazwischen plappert.

Und einfach grandios, weil die drei Jungs von Muse in der Lage sind, all diese Gegensätzlichkeiten miteinander verschmelzen zu lassen, weil in jedem Song so viel Ideen, Material und Liebe zum Detail stecken, dass andere Bands daraus min-des-tens drei Hits basteln würden - ganz einfach.

Genug der Superlative: Kauft euch ein neues Paar Ohren, kauft euch ein neues Hirn, kauft diese Platte, hört, vielleicht begreift ihr dann, was ich meine.

 

Quelle: laut.de

Du musst dich einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu verfassen.